Countdown zur Hochzeit 7
Ein weiterer super beliebter Trautext steht in 1.Korinther 13.13: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."
Glaube heisst vertrauen auf etwas, das man nicht sieht. Für die Ehe heisst das, dass ich nicht auf das schaue, was der andere ist, sondern auf das, was aus ihm werden kann.
Hoffnung ist die Gewissheit, dass der kommende Tag die bisherigen noch übertreffen kann. Für die Ehe heisst das, dass ich von der Zukunft unserer Beziehung erwarte, dass sie die Vergangenheit jederzeit noch überbieten kann. Beziehung in der Gewissheit leben, dass das Beste erst noch kommt.
Liebe ist das sich selbst dem anderen verschenken. Für die Ehe heisst das, dass die Frage nach dem Glück des anderen vor der Frage nach dem eigenen Glück kommt.
Countdown zur Hochzeit 8
Ein weiterer beliebter Text für Traupredigten steht im 1. Korintherbrief, Kapitel 13:
"Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles."
Gibt es eine treffendere Definition von Liebe?
Countdown zur Hochzeit 9
Ein oft gewählter Trauvers ist Prediger 4.12: "Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei."
Als ich zum letzten Mal eine Traupredigt zu diesem Vers hielt, betonte ich, dass das dritte Seil in der Schnur Gott ist. Wenn die Partner voneinander alles erwarten, werden sie sich gegenseitig enttäuschen. Menschen sind unvollkommen.
Sind sich beide Partner ihrer Grenzen bewusst und bitten Gott um seinen Beistand, sieht das anders aus. Sie erwarten alles von Gott und sind bereit die gegenseitige Unvollkommenheit zu ertragen.
PS: Hochzeitsmathematisch öffnet dieser Vers eine weitere Dimension. Im letzten Beitrag rechnete ich vor, dass zwei mal 50% mehr als 100% ergibt. Nun kommt noch Gott dazu. Was für eine Prozentzahl geben wir ihm? Unendlich?
Countdown zur Hochzeit 10
Wir werden heiraten. Am 2. Juni 2007.
Mathematisch gesehen stehen die Chancen, dass wir beide "Ja" sagen bei 25% (NEIN/NEIN = 25%, JA/NEIN = 25%, NEIN/JA = 25%, JA/JA = 25%).
Biblisch gesehen stehen die Chancen bei 150%. In 2. Mose 2.24 steht über die Ehe: "...dass die beiden eins sind mit Leib und Seele." Es sind also zwei Einzelpersonen, die jeweils 50% ausmachen. Mit der Beziehung der Beiden entsteht etwas Neues, eine Einheit. Wenn wir diese Einheit mit 50% berechnen sind wir bei 150%. Alles klar?
Nachtrag zum Oleander-Experiment
Vielleicht erinnerst du dich noch an mein Oleander-Experiment, das ich am 12. April gestartet habe. Ich forderte von Gott ein Zeichen seiner Existenz. Leider gings daneben und bis Heute zeigt sich keine Blüte an meinem Oleander...
Dafür bin ich heute beim Lesen in der Bibel auf folgende Stelle in Matthäus 12.38 gestossen: "Da fingen einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern an und sprachen zu ihm: Meister, wir möchten gern ein Zeichen von dir sehen. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein."
Wenn du also mit mir zusammen ein Oleander-Zeichen erwartet hast, dann gehören wir zum Club der Bösen und Abtrünnigen. Dumm gelaufen...
Die Landkarte fürs Leben
"Geradeaus liegt ein Dickicht, das die nächsten 300 Meter undurchdringlich ist. Weiter hinten ist ein steiler Felsabhang. Links kommt gleich ein Bach. Dem Bachufer entlang kann ich das Dickicht sicher überwinden und komme dann direkt zum Posten", so denke ich als Orientierungsläufer im Wald. Ohne Landkarte könnte ich mich im Dickicht verheddern oder über die Felswand hinausstürzen.
Josua bekommt auch eine Landkarte. In Josua 1.7 steht: "Bemühe dich darum, das ganze Gesetz zu befolgen, das dir mein Diener Mose gegeben hat. Weiche nicht davon ab! Dann wirst du bei allem was du tust Erfolg haben."
Die ganze Bibel baut auf den Schriften von Mose auf. Jesus selber war damit bestens vertraut und betrachtete sie als Gottes Wort (Matthäus 5.17). Für mich ist die Bibel die Landkarte fürs Leben. Sie bewahrt mich vor Abgründen und Dickichten. Sie verrät mir die besten Abkürzungen und Aussichtsplätze. Sie hilft mir, mich zu Orientieren und zeigt mir den Weg zum Leben.
Die Grenze ist der Himmel
Was ist aus deinen Lebensträumen geworden? Hast du den Menschen geglaubt, die dir sagten, dass du es nicht schaffen wirst? Den Eltern, die dir sagten, dass du dir zu hohe Ziele setzst? Den Lehrern, die dir nur schlechte Noten verteilten? Den Freunden, die dir zu merken gaben, dass du eine kleine Nummer bist?
Für deine Lebensaufgabe, die du von Gott erhalten hast, gilt dasselbe wie für Josua: "Es soll dir kein Mensch widerstehen dein Leben lang." (Josua 1.5)
Du wirst immer wieder Menschen begegnen, die dir in den Weg treten und dir Grenzen setzen wollen. In deiner Aufgaben, die du von Gott erhalten hast, kann dich kein Mensch aufhalten. Die Grenze ist der Himmel!
Der Garten unter deinen Füssen
Wenn wir Gottes Auftrag an Josua weiter lesen, steht da "Jede Stätte, auf die eure Fusssohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe." (Josua 1.3)
Stell dir das einmal bildlich vor: Dein Leben liegt als eine weisse Wüste vor dir. Mit jedem Schritt, den du tust, färbt sich die Fläche unter deinen Fussohlen grün ein. So entsteht Schritt für Schritt neues Land, das hinter dir zu blühen beginnt.
Was für ein Garten ist bei dir bisher entstanden?
Ist Gott konservativ?
Josua bekommt seine Lebensaufgabe. Das erste was zu tun ist, steht in Josua 1.2: "Befiehl dem Volk, sich für den Aufbruch bereit zu machen."
Manchmal begegne ich Menschen, die die Bibel als konservativ anschauen. Konservativ heisst bewahren, beim alten bleiben und verschlossen sein für Veränderung. Gottes Auftrag an Josua hat das Gegenteil zum Ziel: Aufbrechen, Neues wagen und in ein unbekanntes Land einziehen. Josuas Auftrag war dynamisch, frisch und unkonventionell. Wir haben es mit einem progressiven Gott zu tun.