Der gute Hirte
...ist mein Hirte
Das ist die entscheidende Information. Ein guter Hirte, kennt seine Schafe, weiss um ihre Eigenheiten und besonderen Bedürfnisse und würde sein Leben geben um sie zu schützen. Gott ist eben kein unpersönliches Irgendwas im fernen All, nein er ist der gute Hirte, der mich ganz genau kennt, meine Eigenheiten und Bedürfnisse. Und er ist der gute Hirte, dem ich so wichtig bin, dass er alles für mich tun würde. Echt? Ja - in Johannes 10.11. sagt Jesus: "Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe."
Gott ist da
Der Psalm 23 startet mit den Worten: "Der Herr..."
Damit wird ausgedrückt, dass da einer ist, der die Kontrolle hat. Der Schöpfer des Universums. Der unbewegte Beweger. Ohne Anfang und ohne Ende. Der alles was ist ins Dasein ruft. Gott. Er ist da.
Wenn da ein Gott ist, was für einer ist er? Ein zorniger, ein liebender, ein ängstlicher oder ein unbeteiligter. Wer kann das sagen? Was können wir Menschen überhaupt über Gott sagen?
Psalm 23
Eine meiner ersten Predigten hielt ich zum Psalm 23:
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Seither haben mich diese Worte immer wieder durchs Leben begleitet, mit den nächsten Blogbeiträgen in dieser Kategorie möchte dir ein paar Gedanken zu diesem Text weitergeben.
Nachlese zur Hochzeit 4
Die Bibel braucht viele Bilder, wenn sie von der Beziehung von Gott zu Mensch spricht. Der gute Hirte und die Schafe, Vater und Kind, Weinstock und Reben. Eines dieser Bilder hat mit Ehe zu tun: "Ein Mann verlässt Vater und Mutter und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden Eins werden mit Leib und Seele. Das ist ein grosses Geheimnis. Ich deute dieses Wort auf die Verbindung zwischen Christus und der Gemeinde." (Epheser 5.31+32)
Dieser Text ist doppelt tröstlich:
Zum einen, weil es ein enorm starker Ausdruck von Gottes Liebe gegenüber uns Menschen ist.
Zum anderen, weil er die Frage, wie Mann und Frau miteinander auskommen, abschliessend beantwortet: Es ist ein grosses Geheimnis...
Nachlese zur Hochzeit 3
Der Höhepunkt meiner Hochzeit war ohne Zweifel die Braut. Unvergesslich die Stimmung kurz bevor sie die Kirche betrat. Alle sind interessiert und warten gespannt darauf, dass es losgeht. Dann die Musik, die Leute stehen auf und die Braut betritt den Kirchengang - was für ein Auftritt!
Eine ganz ähnliche Stimmung herrscht, als Johannes in den Himmel entrückt wird. Dort sieht er Dinge, die kaum zu beschreiben sind. Im letzten Buch der Bibel hat er versucht diese Vision aufzuschreiben. In Offenbarung 21.9 kommt ein Engel zu Johannes und sagt zu ihm: "Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes!"
Was der Höhepunkt jeder Hochzeit ist, das ist auch der Höhepunkt der Offenbarung: Der Auftritt der Braut! Im Textzusammenhang wird klar, dass mit der Braut wir Menschen gemeint sind, die Gottes Liebe erwidern. Im Zentrum stehen also wir - du und ich. Gewöhnliche Menschen, die von Gott aussergewöhnlich geliebt werden! Die wichtigste Botschaft der Offenbarung ist die, dass Gott Menschen unendlich liebt.
Nachlese zur Hochzeit 2
Aus meiner Traupredigt ist mir trotz meiner Nervosität folgendes in Erinnerung geblieben: Es gibt vier Arten, eine Ehe zu führen. 1. Gegeneinander 2. Nebeneinander 3. Miteinander 4. Füreinander
Nachlese zur Hochzeit 1
Den Countdown zur Hochzeit habe ich nicht hingekriegt - heiraten überfordert einen Menschen. Dafür kommen nun ein paar nachträgliche Gedanken zum Heiraten.
Den ersten wirst du vielleicht nicht so ganz verstehen, es ist ein ganz persönlicher. Seit ich Psalm 19 im Hebräisch-Unterricht selber übersetzt habe ist mir ein Abschntt daraus ein Rätsel geblieben. Es sind die Verse 5+6: "Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht; sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen ihre Bahn."
Zum einen ist da ein Problem in der Grammatik. Der Bräutigam ist männlich und die Sonne ist weiblich. Im Hebräischen haben die beiden dasselbe Geschlecht. "Sie" ist wie "er" und geht aus "seiner/ihrer" Kammer hinaus... Jede Übersetzung ist ein Murks. Deswegen ist mir der Vers wohl auch in Erinnerung geblieben.
Interessant war, dass gerade diese Bibelstelle mir am Morgen meines Hochzeitstages in den Sinn gekommen ist. Ich zog meinen Heiratsanzug an und machte mich chic fürs heiraten. Bevor ich die Tür öffnete um den ersten Menschen zu begegnen fragte ich mich, was das jetzt für ein Gefühl ist? Dieses als Bräutigam aus der Kammer treten?
Ehrlich gesagt, es blieb für mich ein Rätsel. Es fühlte sich in diesem Moment gar nicht besonders an, als Bräutigam aus der Kammer zu treten. Was mit diesem Bibeltext gemeint ist, wird mir wohl weiterhin schleierhaft bleiben...