Warum reich sein?
Reichtum um seiner selbst willen ist hohl. Das will ja gar keiner. Wir wollen reich sein, um etwas zu erreichen? Warum möchtest du reich sein? Um dir deine kleinkarierten Träume vom roten Auto oder den Ferien unter den Palmen zu erfüllen? Wohl nicht im Ernst!
Die häufig gestellte Interviewfrage "Was würden Sie mit einem Lottogewinn als erstes kaufen?" müssen wir andersherum stellen. Zuerst musst du wissen, was du wirklich tun willst, dann sind die Finanzen pippifax.
Was ist Reichtum?
Ein Leben mit Gott macht reich. Davon bin ich 100% überzeugt. Aber um das richtig zu verstehen, müssen zwei Fragen klar sein:
1. Was bedeutet Reichtum?
2. Wozu brauche ich Reichtum?
Die zweite Frage wird im Vers 9 des 112. Psalmes beantwortet. Dort steht über den beschenkten Menschen: "Grosszügig schenkt er den Bedürftigen, was sie brauchen; auf seine barmherzige Liebe kann man immer zählen."
Die erste Frage ist komplizierter zu beantworten. Ich glaube nicht, dass sie sich mit Zahlen ausdrücken lässt. Manche Menschen fühlen sich als König, weil sie einen Fernsehapparat besitzen. Und wieder anderen reichen fünf Ferraris nicht, um sich reich zu fühlen. Mit der Beantwortung der zweiten Frage habe ich eigentlich die Definiton von Reichtum schon vorweggenommen:
Wirklich reich ist der, der genügend hat, um anderen zu verschenken!
Reich werden für Anfänger
Geld fällt vom Himmel. Das ist so - steht schliesslich in der Bibel. Psalm 112,3: "Bei einem solchen Menschen sind Reichtum und Wohlstand zu Hause." Wenn du reich werden willst, dann musst du nur zuerst deine Gottesbeziehung klären, der Rest gibt sich von alleine - alles klar?
Wie werde ich ein Supermutant
Ob deine Vergangenheit dem klaren Glas oder der finsteren Suppe gleicht, ist nicht wichtig. Entscheidend ist, ob du heute ein Leben als Supermutant wählst. Werden ist wichtiger als Sein. Das Leben lässt sich nur vom Ziel her begreifen.
Der Weg zum Supermutanten ist mit diesem Glas veranschaulicht:

Die guten, aber verschmutzen Gläser, werden solange mit Wasser gespült, bis sie wieder rein und klar sind. Davon schreibt auch Paulus in Römer 5.5: "...denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist." Wenn wir veränderte Menschen werden wollen, brauchen wir Gottes Geist. Wenn seine Liebe in uns fliesst, werden wir zu neuen Kreaturen, echten Supermutanten. Alles was dazu nötig ist, ist ein ehrliches Gebet. Es braucht keine komplizierten Worte, "Bitte volltanken!" genügt.
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Kirchengeschichtlicher Exkurs: Ausgehend von diesem Vers (Römer 5.5) entwickelte der Kirchenvater Augustin das Konzept der infusio gratiae der einfliessenden göttlichen Gnade. Damit verbunden folgt die infusio caritatis was das eingegossen werden von Liebe für den Mitmenschen meint. Kurz gesagt: Wir werden nur fähig zu lieben, wenn wir diese Liebe zuerst von Gott empfangen. Luther teilte dieses Verständnis. Und meiner Meinung nach ist es eines der zentralen Themen des christlichen Glaubens. Nur wird darüber wenig geschrieben. Ich jedenfalls habe bei meiner Internetrecherche nur folgenden Link entdeckt http://www.uni-essen.de/Ev-Theologie/courses/course-stuff/lit-Eichholz-paul-65.htm Wenn du mehr zu diesem Thema weisst, wäre ich froh um ein paar Hinweise. Merci!
Wir Supermutanten
Es gibt Menschen, die haben übernatürliche Fähigkeiten: Der Röntgenblick, das Fliegen, Unverletzlichkeit oder dass sie mit elektrischen Geräten sprechen können. Gaubst du das nicht - dann zappe mal einen Abend lang durchs Fernsehprogramm! Dort tauchen sie auf, die Superhelden, und du kannst ihnen erst noch bei der Arbeit zusehen.
Wenn ich die Bibel richtig verstehe, dann haben wir alle das Potential zum Supermutanten. In 2. Korinther 5.17 steht: "Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden."
Somit erweitert sich die Antwort auf die Frage, ob wir Menschen gut sind, um einen Gedanken: Gut geschaffen, vom Bösen verdorben aber mit der Chance in eine neue Kratur zu mutieren.
Bin ich gut?
Wie alle wirklich wichtigen Fragen, lässt sich auch diese Frage nicht mit "Ja" oder "Nein" beantworten. Auch die Bibel schafft das nicht. Wenn wir nur schon die ersten Kapitel dieses Buches anschauen, entsteht ein prächtiges Wirrwar über diese Frage. Zuerst schafft Gott die Menschen und sagt: "Gut! Wirklich gelungen! Die sind perfekt!" Dann folgt ein paar Zeilen später die Geschichte vom Fall der Menschen. Sie wurden vom Bösen verführt, verliessen das Gute und wurden zu Mördern.
Gut gemacht, aber vom Bösen verdorben - sind das wir?
Zur politischen Lage
Die Frage, ob der Mensch gut oder Böse ist, spaltet die politischen Lager. Die einen Parteien gehen davon aus, dass wir Menschen im Kern edel, hilfreich und gut sind. Der Staat soll Chancen geben, Freiräume schaffen und in Menschen investieren, damit sie sich entfalten können. Die anderen gehen davon aus, dass der Mensch zur Selbstsucht neigt. Er muss diszipliniert und geschliffen werden. Der Staat muss dafür sorgen dass der Fleiss belohnt und die Faulheit bestraft wird.
Wer hat recht? Sind wir Menschen Samen, die Entfaltungsmöglichkeiten brauchen? Oder Diamanten, die geschliffen werden müssen?
Die finstere Suppe
Im letzten Beitrag habe ich behauptet, dass wir Menschen einem ungetrübten klaren Glas Wasser gleichen. Stimmt das? Bei mir selbst ist das auf alle Fälle nicht so. Und wenn ich beobachte, wie wir Menschen miteinander umgehen, dann denke ich eher an ein Glas wie dieses:

Gefüllt mit Neid, Hass, Intrige, Egoismus, Habgier und Blut.
Was ist wahr? Wer sind wir? Ungetrübte Wasser oder finstere Suppen?
Ungetrübt
Der erste Vers des 112. Psalms spricht von einer ungetrübten Gottesbeziehung. Ein Mensch, der mit Gott im reinen ist, der ihm vertraut und sich an ihm freut. Ich glaube dass dieser Einstiegsvers der Schlüssel zum Verständnis des ganzen Psalms darstellt. Zuerst muss die Beziehung zu Gott geklärt werden.
Als Symbol für eine geklärte Gottesbeziehung dient dieses Glas:

Es ist ganz klar, und rein. So hat Gott uns Menschen geschaffen gut und ungetrübt.