2007-11-30

Die lustigsten Namen in der Bibel

Von PK @ 09:41 [ Bergpredigt ]

Eine für Johannes entscheidende Frage wurde an seinen Vater gerichtet: "Wie soll dein Sohn heissen?" (Lukas 1.62)

Zacharias, der Vater von Johannes, konnte derzeit nicht reden und schrieb den Namen Johannes auf eine Tafel. Es hätte schlimmer kommen können. Die Auswahl an biblischen Namen hat grossen Unterhaltungswert. Hier einige meiner Lieblinge:

Acharchel (gut zum Gurgeln)

Achischachar (räuspernder Grossvater)

Ahitofel (Bruder vom Pantoffel)

Eliphal (wegen den grossen Ohren) 

Hadareser (Abwandlung von Hadareier)

Hazihammenuchot (liebt gekochten Schinken "Hamme")

Kolhoses (der erste Kommunist)

Mattatta (Geräusch einer Harley)

Pisga (Prophetisch für die PISA-Studie)

Schaalabbin (Eigentlich Aladdin, aber eben....)

Trachonitis (Nein keine Krankheit, ein Römischer Regent)

Gog (der Vater des Google)

 


2007-11-29

Endlich blüht der Oleander

Von PK @ 10:08 [ Aktuell: ]

Im Juni vor einem Jahr erntete ich meine grösste Niederlage in der Geschichte dieses Blogs. Das Oleander-Experiment ging schief. Nun endlich nach 1.5 Jahren, Tips von Bloglesern, einem zweiten missratenen Experiment und viel gutem Zureden hat mein Oleander tatsächlich eine Blüte getrieben. Zum Beweis dieses Foto:

Oleander


2007-11-27

Wer ist Schuld?

Von PK @ 08:38 [ Bergpredigt ]

Eigentlich keine gute Frage. Die Jünger von Jesus stellen sie, als sie einem blinden Mann begegnen: "Wer ist schuld daran, dass dieser Mann blind ist? Hat er selbst Schuld auf sich geladen oder seine Eltern?" (Johannes 9.2) Dieses Denkschema der Jünger ist verführerisch einfach. Wann immer etwas nicht den eigenen Perfektionsansprüchen genügt, muss jemand schuld sein - aber sicher nicht ich! Ist die schuldige Person gefunden, lässt sich entspannt zurücklehnen. Die eigene Unfehlbarkeit ist bestätigt und um den Schuldigen braucht man sich nicht mehr zu kümmern - er hat es ja selbst vermasselt.

"Weder noch,..." mit dieser Antwort durchbricht Jesus das Denkschema der Jünger. Am Blindsein ist niemand schuld. "Vielmehr soll an ihm die Macht Gottes sichtbar werden." Mit diesem Satz eröffnet Jesus einen völlig neuen Horizont. Es kommt nicht darauf an, was im Leben eines Menschen passiert ist und wo er jetzt im Moment steht. Es kommt darauf an, was durch die Macht Gottes aus dem Leben eines Menschen werden kann.


2007-11-23

Die coolste Frage

Von PK @ 09:49 [ Bergpredigt ]

"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Matthäus 27.46

 

Mit dieser Frage stirbt Jesus. Seine Worte haben es in sich. Wie kann einer behaupten, Gott zu sein, und am Ende sagen, dass Gott ihn verlassen hat? Hat Gott sich selbst verlassen? Oder ist mit dieser Frage, das Maximum an Identifikation mit uns Menschen erreicht? Ist Jesus so weit Mensch geworden, dass er jetzt sogar unsere Gottverlassenheit mit uns teilt? Oder ist das Ganze ein Lehrstück des Vaters am Sohn? Lässt er ihn die Gottverlassenheit fühlen, damit er erkennt, was das bedeutet? Oder zitiert Jesus mit dieser Frage den Psalm 22? Will er mit diesem Psalmzitat auf die Wende anspielen? Dass nach dem Sterben die Auferstehung kommt, so wie es im Psalm 22 prophetisch beschrieben ist?

 

Ich finde diese Frage deswegen cool, weil sie weitere Fragen aufwirft, die in ihrer Tiefgründigkeit kaum zu überbieten sind. So haben es auch die Umstehenden der Kreuzigung erlebt. Jesus hinterliess seinen Freunden einen Strudel an Fragen. Die erste Anwort kam aber schon nach drei Tagen. Sie ist im Kapitel 28 des Matthäusevangeliums beschrieben.


2007-11-21

Klimaschutz

Von PK @ 10:11 [ Aktuell: ]

Heute beteiligte ich mich an einer Diskussion zum Thema Klimaschutz auf dem Blog von Bundesrat Leuenberger. Für mich muss Klimaschutz aus der Liebe zur Schöpfung und dem Respekt vor dem Schöpfer kommen. Diese Liebe zur Schöpfung finde ich im Psalm 104 eindrücklich beschrieben. Hier ein Ausschnitt:


"Du lässt Quellen sprudeln und als Bäche in die Täler fließen, zwischen den Bergen finden sie ihren Weg. Die Tiere der Steppe trinken davon, Wildesel stillen ihren Durst. An ihren Ufern nisten die Vögel, in dichtem Laub singen sie ihre Lieder. Vom Himmel lässt du Regen auf die Berge niedergehen, die Erde saugt ihn auf und wird fruchtbar. Du lässt Gras für das Vieh wachsen und Pflanzen, die der Mensch anbaut. Er pflügt das Land, sät und erntet; so hat er Wein, der ihn erfreut, Öl, das seinen Körper pflegt, und Brot, das ihn stärkt. Du, Herr, hast die riesigen Zedern auf dem Libanongebirge gepflanzt und gibst ihnen genügend Regen. In ihren Zweigen bauen die Vögel ihre Nester, und Störche haben in den Zypressen ihren Brutplatz. In den hohen Bergen hat der Steinbock sein Revier, und das Murmeltier findet in den Felsen Zuflucht. Du hast den Mond gemacht, um die Monate zu bestimmen, und die Sonne weiß, wann sie untergehen soll. Du lässt die Dunkelheit hereinbrechen, und es wird Nacht - dann regen sich die Tiere im Dickicht des Waldes. Die jungen Löwen brüllen nach Beute; von dir, o Gott, erwarten sie ihre Nahrung.Sobald aber die Sonne aufgeht, schleichen sie zurück und suchen in den Schlupfwinkeln ihr Lager auf. Dann aber steht der Mensch auf und geht an seine Arbeit, er hat zu tun, bis es wieder Abend wird. O Herr, welch unermessliche Vielfalt zeigen deine Werke! Sie alle sind Zeugen deiner Weisheit, die ganze Erde ist voll von deinen Geschöpfen." Psalm 104,10-24


2007-11-20

Selber wollen

Von PK @ 08:47 [ Bergpredigt ]

"Was soll ich für dich tun?" Markus 10.51

Diese Frage stellt Jesus dem blinden Bartimäus auf einem Weg ausserhalb von Jericho. Auf den ersten Blick eine doofe Frage. Es war ja allen klar, was dieser blinde Mann wollte. Jesus war als Wunderheiler bekannt und Bartimäus schrie, als er Jesus vorübergehen hörte: "Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!" Was sollte der anderes wollen, als von Jesus geheilt zu werden?

Diese Frage zeigt, dass Jesus den Bartimäus ernst nimmt. Er will ihn nicht einfach möglichst schnell abfertigen. Ihm ist die Beziehung und der Wille des Blinden wichtig. Das Blindsein macht Bartimäus nicht einfach zum Opfer, über das verfügt wird. Nein, in den Augen von Jesus ist er ein selbstbestimmter Mensch, den man zuerst freundlich fragt, bevor man etwas mit ihm macht. Diese Charaktereigenschaft gehört zu Jesus. Er macht nicht einfach irgendetwas mit uns Menschen. Er will, dass wir selber wollen.


2007-11-16

Die witzigste Frage

Von PK @ 09:21 [ Bergpredigt ]

"Woher kommt denn das Gebrüll und Geblöke, dass ich höre?" 1. Samuel 15.14

Der Witz dieser Frage ergibt sich aus dem Zusammenhang - biblische Sitcom also. Zuerst erhält der König Saul durch den Propheten Samuel den Auftrag, im Krieg keine Beute zu machen. Saul hält sich nicht daran. Als er zurückkommt brüllen und blöken geraubte Rinder und Schafe in seinem Gefolge. Als Saul Samuel kommen sieht, geht er ihm schnell entgegen und behauptet beflissen, dass alles in Ordnung sei. Samuel ist nicht dumm und mit seiner Frage entlarvt er die Heimlichtuerei des Königs: "Woher kommt denn das Gebrüll und Geblöke, dass ich höre?"

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PS: "Jetzt müssen wir mal schauen, dass wir möglichst bald da raus kommen." So beschwichtigte Kurt Weder, Präsident des FC Thun, die Medien auf Fragen nach dem Sex-Skandal seiner Spieler. Hier hätte man auch fragen sollen: "Aber woher kommt denn...?"


2007-11-15

Die entscheidende Frage?

Von PK @ 10:10 [ Bergpredigt ]

"Warum weinst du?" Johannes 20.15

Jesus stellt diese Frage Maria von Magdala. Sie weinte um Jesus an seinem Grab. Die Tränen waren echt und der Schmerz gross. Mit dieser Frage kam die entscheidende Wende. Maria erkennt Jesus. Er ist auferstanden! Der Tod ist besiegt. Zum Weinen gibt es keinen Grund mehr.

Diese Frage bleibt der entscheidende Knackpunkt des christlichen Glaubens. Wenn Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist, gibt es Hoffnung an der Schwelle vom Diesseits zum Jenseits. Der biologische Tod ist nicht das Ende. Die Mitte der Nacht ist der Beginn des neuen Tages. Nach dem Tod kommt die Auferstehung. Oder mit den Worten von Jesus selbst ausgedrückt: "Ich lebe, und ihr sollt auch leben." (Johannes 14.19)


2007-11-13

Wer bin ich schon?

Von PK @ 08:24 [ Bergpredigt ]

Mose erhält von Gott einen wichtigen Auftrag. Er soll die Israeliten, die als Sklaven in Aegypten schuften, aus der Gewalt des Pharaos befreien und in ein freies Land führen. Die erste Frage, die Mose Gott stellt, ist:

"Ich soll zum Pharao gehen und die Israeliten aus Aegypten herausführen? Wer bin ich schon?" 2. Mose 3.11

Mose war offensichtlich ungeeignet für diese Aufgabe. In Aegypten hatte er eine schlechten Ruf, er wurde unter anderem wegen Mordes gesucht. Doch Gottes Sicht war eine andere. Er sah nicht den davongelaufenen Mörder in Mose, sondern den mutigen Anführer. Entscheidend ist nicht das, was war und ist, sondern das, was noch daraus werden kann. Das Grosse an dieser Frage ist, dass Gott unfertige Menschen beruft - zum Beispiel so einen wie dich.


2007-11-10

Die zweitbeste Frage

Von PK @ 09:41 [ Bergpredigt ]

Die zweitbeste Frage aus der Bibel steht in 1. Mose 3.9:

"Wo bist du?"

Die Wucht dieser Frage ergibt sich aus dem Zusammenhang. Die Menschen haben sich soeben gegen Gott entschieden. Sie wollten ohne ihn leben und probten die Rebellion. Wie reagiert Gott darauf? Sendet er Feuer und Hagel? Nein. Er stellt nur dieses einfache Frage: "Wo bist du?" Das heisst nicht, dass Gott nicht wüsste, wo die Menschen sind. Sondern er drückt damit aus, dass er auf der Suche nach ihnen ist. Wir können Gott davonlaufen, aber wir können ihn nicht davon abhalten, uns zu suchen.


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