2008-03-27

Die positive Seite des dritten Gebots

Von PK @ 09:23 [ Bergpredigt ]

Das dritte Gebot setzt eine Grenze: Gottes Namen nicht missbrauchen. Wenn ich mich nun nur auf diese Grenze fixiere, verfehle ich den eigentlichen Sinn des Gebots. Vor der Grenze liegt ein weites Land mit vielen saftigen Wiesen und fruchtbaren Plantagen. Es ist die Vielfalt von Gottes Namen. Die positive Aufforderung im dritten Gebot lautet: Sprich Gott in vielen Namen an. Mit "Unser Vater im Himmel" ist noch lange nicht alles über Gott gesagt. Gott ist viel mehr, viel reichhaltiger und viel tiefer, als wir gewöhnlich erahnen.

Eine Erfahrung mit der Vielfalt von Gottes Namen machte ich vorletzte Woche. Nach einem bösen Traum erwachte ich mitten in der Nacht. Die Angstgefühle kochten immer noch. Ich wollte beten und setzte mit einem "Himmlischer Vater..." an. Da dachte ich an das dritte Gebot mit der Aufforderung, Gott in vielen Namen anzusprechen. Der erste Namen Gottes, der mit in dieser Nacht in den Sinn kam, war "Herr der Herrscharen". Also begann ich mein Gebet mit dieser Anrede. Ich staunte, was diese Worte für eine Kraft haben. Indem ich Gott als "Herr der Herrscharen" ansprach, sah ich vor meinem inneren Augen die himmlischen Herrscharen: Engel, mächtige Boten Gottes. Und mit diesem Bild die Worte aus Psalm 91.11: "Denn Gott hat seine Engel ausgesandt, damit sie dich schützen, wohin du auch gehst." 


2008-03-26

Der erste Jünger

Von PK @ 10:10 [ Bergpredigt ]
Pesche, der sich vorgenommen hat zu Fuss die Welt zu umrunden, wird in den nächsten Tagen Moskau erreichen. In einem Dorf auf dem Weg hat er seinen ersten Jünger gefunden. Er inspirierte einen jungen Russen ihm zu folgen. Innerhalb von sechs Minuten packte dieser seine Sachen: Er zog die alte Armeejacke seines Vaters an, holte ein Stück Fleisch aus dem Kühlschrank, packte den alten Atlas vom Küchentisch ein, nahm zwei Taschentücher in den Hosensack, küsste seine Grossmutter auf den Mund und sagte dem Haus lebwohl. Zu zweit setzten sie die Wanderung fort. Im nächsten Dorf angekommen, wurde der Russe dann doch unsicher und kehrte wieder um. Schade eigentlich - vielleicht hat er das Abenteuer seines Lebens verpasst.

2008-03-23

Wunder bei YB

Von PK @ 07:46 [ Aktuell: ]

Bern.  Die erste Mannschaft des BSC YB ist komplett aus dem Häuschen. Fussball spielte beim gestrigen Derby gegen Thun die Nebenrolle.


Unglaubliches passierte gestern Abend in der Garderobe der ersten Mannschaft von YB. Kurz vor dem Derby gegen Thun gab der Trainer Martin Andermatt seinem Team die letzten taktischen Anweisungen weiter. Plötzlich stand ein fremder Mann mitten in der Garderobe. Die anwesenden Spieler und der Trainer behaupten alle übereinstimmend, dass es sich bei dem Fremden um Jesus Christus gehandelt haben soll. Er habe weisse Kleider getragen und an Händen und Füssen seien Verletzungen sichtbar gewesen. Und er habe gesprochen: Über das Leben, den Erfolg, die wahre Liebe und die Ewigkeit. Die Beschreibungen der Spieler sind so überzeugend, dass davon ausgegangen werden muss, dass diese Erscheinung echt gewesen ist. Aussergewöhnlich waren auch die Reaktionen der Spieler auf dem Spielfeld. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit brachen sie in Jubel aus. Was bisher nur bei Toren üblich war, passierte bei jedem Spielunterbruch. Sie rannten zu ihren Fans, zogen sich die T-Shirts aus und schrien: „Jesus lebt!“ Und nach dem Schlusspfiff versammelte sich die Mannschaft in der Mitte des Spielfeldes zu einer Art Gottesdienst. Zuerst beteten sie gemeinsam über eine halbe Stunde lang. Die meisten Fans blieben in ihren Sitzen, um den weiteren Verlauf zu beobachten. Darauf nahmen die Spieler den Kontakt zu den Fans auf. Manche sammelten Gruppen um sich, andere schrien mit ganzer Kraft in Richtung Tribünen. Der Goalie Marco Wölfli ging auf den FC Thun zu und erklärte der ganzen Mannschaft die unglaublichen Vorgänge, die sich in der Garderobe abgespielt hatten.

„Es war echt!“ - Interview mit einem Spieler von YB

Was hat sich gestern in der Garderobe abgespielt?
Spieler: Während der Teambesprechung stand plötzlich Jesus da. Er kam nicht durch eine Türe, sondern stand einfach da und schaute uns an. Es war so real!

Gab es auch Spieler, die ihn nicht gesehen haben?
Nein, er war für alle sichtbar, wir hörten ihn alle reden und haben ihn alle angefasst – es war wirklich echt!

Haben sie vor diesem Ereignis irgend etwas aussergewöhnliches konsumiert? Wurde ihnen ein Drink oder eine Pille angeboten?
Sicher nicht! Das ist eine freche Unterstellung! Ich kam direkt vom Doping Test. Wenn da irgend eine fremde Substanz in meinem Blut war, hätten das die Ärzte schon herausgefunden.

Was hat Jesus gesagt?
Er sprach nicht lange. Aber das, was er sagte, hat mein Leben verändert!

Können sie uns ein Beispiel geben?
Was er zur Liebe gesagt hat, hat mich umgehauen. Mein ganzes Leben lang habe ich am falschen Ort gesucht. Jetzt kann ich ganz neu anfangen!

Gab es Lücken im Sicherheitsdispositiv?

Wir  sprachen mit Bernhard Gitter, dem Sicherheitsverantwortlichen des Stade de Suisse.


Herr Gitter, wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein verkleideter Schauspieler Zugang zur Garderobe der ersten Mannschaft verschaffte?
Das kann mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Gerade während der Vorbereitungen zu einem Spiel wird die Mannschaft bestens abgeschirmt. Wir wissen über jede Maus bescheid, die sich auch nur der Garderobe nähert.

Wie genau sehen die Sicherheitsvorkehrungen für die Mannschaft aus?
Sie werden verstehen, dass ich hier nicht alle Geheimnisse ausplaudern kann. Aber soviel dürfen Sie wissen: Vor der Garderobe sind zwei unserer Leute postiert. Weiter werden alle Zugänge und Verbindungswege permanent mit Video überwacht. Unser Team ist über Funk vernetzt und sie können sicher sein, das wir sofort an Ort und Stelle sind, wenn sich etwas Unvorhergesehenes ereignet.

Haben sie in dem Fall auch Videoaufzeichnungen von dem, was sich in der Garderobe abgespielt hat?
Nein, auf Wunsch des Trainers haben wir diese Kamera schon länger ausgeschaltet. Er wollte nicht, dass sich die Spieler beobachtet fühlen.

Spieler mieten das Stade de Suisse

Als erste Reaktion mieten die Spieler der ersten Mannschaft das Stade de Suisse für Heute Abend, Sonntag, den 23. April 2008. Ab 17.00 Uhr wollen sie einer breiten Öffentlichkeit von ihrer Erscheinung in der Garderobe berichten. Der Eintritt ist frei und alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Das Schweizer Fernsehen hat angekündigt, dieses Ereignis live zu übertragen.

 

(Hinweis: Dieser Artikel ist frei erfunden und dient dem Nachdenken über das Ostergeschehen.)

 


2008-03-20

"Im Namen Gottes..."

Von PK @ 10:18 [ Bergpredigt ]

Was heisst das, den Namen Gottes missbrauchen?

In einem Kraftausdruck gedankenlos Gottes Namen anzurufen ist das eine - aber ist das alles?

"Es ist ein Missbrauch, wenn wir von Gott reden, als hätten wir ihn jederzeit zur Verfügung und als hätten wir in seinem Rat gesessen." So drückte es Dietrich Bonhoeffer aus. Diese Definition erfasst den "frommen" Missbrauch von Gottes Namen. Wenn ich Gottes Namen benutze um egoistische Ziele zu verfolgen.

Wie oft muss Gottes Namen herhalten, um...

...eigene Wünsche durchzudrücken?

...andere unter Druck zu setzen?

...an eine Frau zu kommen?

...Kirchenpolitik zu betreiben?

...Spendenströme zu dirigieren?

...Streitgespräche zu gewinnen?

...Kriege anzuzetteln?

 


2008-03-19

Wertvolle Geschenke

Von PK @ 07:16 [ Bergpredigt ]

In der Bibel finden wir eine schier unendliche Fülle von Gottes Nicknamen. Vielfältig, ausdrucksstark, kreativ und alles andere als langweilig. Das ist einer der Schätze, den der christliche Glaube zu bieten hat.

Wie gehen wir normalerweise mit teuren Geschenken um?

Stell dir einen 18-Jährigen vor, der von seiner bestandenen Autoführerprüfung nach Hause kommt. Bisher durfte er nur mit dem alten Toyota seine Lernfahrten absolvieren. Jetzt aber drückt ihm sein Vater den Schlüssel des schönen BMWs in die Hand und sagt: "Gratuliere zur bestandenen Prüfung! Schau, dass er morgens um 7 Uhr wieder in der Garage steht, ich brauche ihn zum arbeiten."

Ich nehme an, dass er sehr vorsichtig rückwärts aus der Garage manöveriert. Er will keinen Kratzer machen. Zuerst fährt er lieber 45 Km/h statt den erlaubten 50 Km/h. Später, auf der Autobahn bei guter Sicht, wird er zum ersten Mal richtig aufs Gas drücken. Er will das Vertrauen des Vaters nicht enttäuschen und den Wagen ganz zurückbringen.

Es ist doch so: Zu wertvollen Geschenken trägt man Sorge. Das ist für mich der Kern des dritten Gebotes: "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen!" 2. Mose 20.7


2008-03-14

Etwas Licht

Von PK @ 18:51 [ Bergpredigt ]
Etwas Licht


Hat Gott einen Nicknamen?

Von PK @ 09:56 [ Bergpredigt ]

Unter welchem Nicknamen würde sich Gott heute einloggen, um mit dir zu chatten?

Superman

Angsthase

Grosser Bruder

Zeitlos

Mister Schmerz

Reiseberater

DJ Beinhart

Grrrr!

Knuddelchen


2008-03-13

Wähle deinen Namen - Die Chance des Internets

Von PK @ 10:06 [ Bergpredigt ]

Der Name, den wir von unseren Eltern erhalten haben, konnten wir nicht selbst wählen. Nur in seltenen Fällen sagt er auch etwas über unsere Persönlichkeit aus. Mein Name zum Beispiel bedeutet "Pferdefreund". Sobald ich einen grösseren Garten habe, werde ich mir so ein Tier zulegen, aber bis dahin hat mein Name keine Bedeutung. 

Anders ist es bei Namen, die wir uns selber geben. Hier wählen wir bewusst und versuchen etwas von unserer Persönlichkeit hineinzulegen. Der Name, soll etwas über uns selber aussagen. Interessant zu lesen ist dazu der Artikel von Evelina Bühler-Ilieva auf Facts.ch. Sie spricht mit einer Frau, die sich in Online-Profilen verschiedene Namen gab: Sommersprosse, Seagirl, Siobhan, Starshine, Lunerouse, Schamanin, Schneekönigin und Comanchin. Jeder Name hatte eine unterschiedliche Wirkung auf andere und drückte jeweils einen Teil ihrer Persönlichkeit aus.

Was für Online-Namen hast du dir selber schon gegeben, und was wolltest du mit ihnen ausdrücken?


2008-03-12

Namen

Von PK @ 09:04 [ Bergpredigt ]

Nie vergesse ich den Hauswart am Primarlehrerseminar in Thun. Mit einem einfachen Trick hatte er alle Sympathien auf seiner Seite: Er lernte die Namen aller 150 Schüler auswendig. Wo immer ich ihm begegnete, er sprach mich mit Namen an. Um als Primarlehrer im Klassenzimmer zu überleben, ist diese Lektion des Hauswartes entscheidend: Kenne die Namen!

Stell dir den Pausenplatz eines Schulhauses mit einer Horde von raufenden Kindern vor. Einer der Rädelsführer packt den Rucksack eines anderen und will ihn in den Bach werfen. Er holt zum Wurf aus. Du hast zwei Möglichkeiten zu reagieren:

A: Du sagst: "He, du da im roten Pulli, lass das!"

B: Du sagst: "Marcel, lass das!"

 

Der Name ist der Zugangscode zu einer Person. Wenn du eine Beziehung aufbauen willst, dann musst du zuerst den Namen kennen. Angenommen, du möchtest mit Gott in eine Beziehung treten, welche Variante wählst du:

A: Du sagst: "He, du da in der Unendlichkeit, irgendwo da draussen!"

B: Du sagst: "Unser Vater im Himmel!" (Matthäus 6.9)


2008-03-11

Messerattacke

Von PK @ 10:04 [ Bergpredigt ]

In loser Folge berichtete ich bisher in dieser Kategorie von Pesche, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Welt zu Fuss zu umrunden. Im Moment läuft er in Weissrussland der russischen Grenze entgegen. Vorgestern geriet er in eine besonders gefährliche Situation. Nach dem Besuch eines Kaffees wollte er in der Nacht die Stadt verlassen und ausserhalb einen Schlafplatz suchen. Auf dem Weg wurde er von drei Männern verfolgt, die zuerst Zigaretten und dann Geld wollten. Als er das verweigerte, schlug einer von ihnen auf ihn ein und ein anderer zückte ein Messer. Pesche griff auch nach seinem Messer, entschloss sich aber, es wieder zu versorgen, um nicht in eine Messerstecherei verwickelt zu werden. Die Drei zögerten kurz und Pesche nutzte die Gelegenheit um davon zu rennen. Er lief über Felder in den Wald und konnte die Verfolger abhängen. Am nächsten Tag schnitzte er sich einen robusten Wanderstock, um sich gegen zukünftige Angriffe besser schützen zu können. "Homo homini lupus es" würde der Lateiner dazu sagen. Zu deutsch "Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf". Das gefährlichste Raubtier, das einem in vier Montaten Wanderschaft durch Europa begegnen kann, sind Menschen.


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