2008-06-28

Aeusser Ueschinen auf 1548m

Von PK @ 16:56 [ Bergpredigt ]
Aeusser Ueschinen auf 1548m

2008-06-22

Der tote Jesus

Von PK @ 19:29 [ Aktuell: ]

Es ist Abend eines anstrengenden Tages. Es war viel los in der Stadt. Vor dem kommenden Feiertag werden noch die letzten Geschäfte gemacht und dann verschwinden die Menschen von den Strassen. Einer von ihnen hat es besonders eilig. Es ist Josef von Arimathia. Es ist der Abend des Tages, an dem Jesus Christus gekreuzigt wurde. Josef will Jesus schnell ins Grab legen, da er sonst während des Feiertages tot am Kreuz hätte hängen bleiben müssen. Also holt er sich die Bewilligung der Behörden und eilt zum Hinrichtungsort. Die Zeit ist knapp. Er löst den Leichnam vom Kreuz und wickelt ihn in ein Tuch. In diesem Moment drücken wir als Zuschauer die Pause-Taste. Wir unterbrechen die hastige Handlung und nehmen uns Zeit, um dieses Bild länger zu betrachten. Josef, wie er Jesus in den Armen hält. Jesus' Körper ist voller Wunden, gequält und ausgelaugt. Eingewickelt in ein Tuch. Behutsam gehalten von Josef. Ich stelle mir den Gesichtsausdruck von Josef in dieser Sekunde vor: Voller Trauer, Enttäuschung, Mitleid und tiefer Hoffnungslosigkeit. Die Ausstrahlung, die Lebenskraft und der Geist des lebendigen Jesus haben Josef tief beeindruckt. Davon ist jetzt nichts mehr. In diesem Moment hält er einen toten Jesus in seinen Armen.

Hast du auch schon einen toten Jesus im Arm gehalten? Zerbrochen, geschunden, verlassen, wertlos und verachtet. Es sind Momente ohne Antworten, ohne Licht, ohne Halt und ohne Hoffnung.

Die christliche Hoffnung ist die Gewissheit, dass die Mitte der Nacht der Anfang eines neuen Tages ist. Josef hat das erlebt. Nach dem Kreuz kommt die Auferstehung. Nachzulesen in der Bibel, im 28. Kapitel des Matthäusevangeliums.


2008-06-19

Kandersteg, grüne Oasen sind auch so etwas wie ein Kuss von Gott.

Von PK @ 16:22 [ Bergpredigt ]
Kandersteg, grüne Oasen sind auch so etwas wie ein Kuss von Gott.

2008-06-13

Mordwaffen

Von PK @ 14:58 [ Bergpredigt ]

Worte haben Kraft. Sie können Menschen ermutigen, oder verletzten - aufbauen oder zerstören. Hier eine Liste mit Worten, durch die wir zu Mördern werden:

 

- Jemand anderes hätte diesen Fehler nicht gemacht.

- Ohne dich, ginge es mir deutlich besser.

- Du bist mein allergrösstes Problem.

- Du machst immer alles falsch.

- Du bist nicht erwünscht.

- Du bist ein Verlierer.

- Du kannst das nicht.

- Du bist schuld.

- Schnauze!

- Hau ab!

- Idiot!

- Ha!

 

Welche dieser "Mordwaffen" benutzt du?


2008-06-11

Mit Worten töten

Von PK @ 13:53 [ Bergpredigt ]

"Du sollst nicht töten" ist auf den ersten Blick ein einfaches Gebot. "Betrifft mich nicht, ich habe ja noch nie jemanden umgebracht!", werden die meisten dazu sagen. Wir könnten also weitergehen und uns mit dem nächsten Gebot beschäftigen - wenn da nicht Jesus mit seinem radikalen Ansatz wäre. In der Bergpredigt sagt er zu diesem Gebot: "Ich sage euch, schon wer auf seinen Bruder zornig ist, den erwartet das Gericht. Wer zu seinem Bruder sagt: 'Du Idiot!', der wird vom Obersten Gericht verurteilt werden und wer ihn verflucht, dem ist das Feuer der Hölle sicher."

Das sind harte Worte. Und sie treffen. Da gibt es keine Ausrede mehr. Auch das sechste Gebot spricht voll in mein Leben hinein.


2008-06-10

Das schwächste Glied

Von PK @ 15:31 [ Bergpredigt ]
"Die Menschlichkeit einer Gesellschaft misst sich am Umgang mit ihrem schwächsten Glied." Dieser Gedanke stammt von Alexander Solschenizyn. Für ihn war das schwächste Glied der Gefangene im russischen Arbeitslager. Solche Arbeitslager gibt es in unserer Gesellschaft nicht. Trotzdem lohnt es sich darüber nachzudenken, wie wir mit den schwächsten Gliedern umgehen: Mit den Alten, den Kranken, den Hilflosen, den Schwachen, den Anstrengenden, den Kleinen und den Ungeborenen? Gerade in den Phasen der grössten Abhängigkeit braucht das menschliche Leben einen besonderen Schutz. Das "Du sollst nicht töten" aus den Zehn Geboten schützt die Wehrlosen.

2008-06-07

Neben dem Fussballplatz

Von PK @ 11:33 [ Aktuell: ]

Heute ist Fussballfest. Die Schweizer Fussballnationalmannschaft eröffnet die Europameisterschaft im eigenen Land. Ich freue mich darauf! Das kommentieren der sportlichen Leistung überlasse ich den Fachleuten. Eine aus meiner Sicht interessante Begebenheit ereignete sich neben dem Platz. Und zwar handelt es sich um die Leistung des Fussballfunktionärs Ernst Lämmli im Zusammenhang mit der Kommunikation über den Spitalaufenthalt von Alice Kuhn, der Ehefrau des Trainers der Nationalmannschaft.

Den kommunizierenden Lämmli gibts hier (fürs Video mit Originalton nach unten scrollen...)

Ich habe den Eindruck, dass Herr Lämmli die Tragweite dieses Ereignisses herunterspielen will. Die persönliche Tragödie der Familie Kuhn darf die Fussballfreude nicht trüben. Also möglichst schnell verdrängen und unter den Teppich wischen. Krankheit und Leiden haben in der Fussballeuphorie keinen Platz.

Dass ungeplant Krankheit und Not in eine Familie hineinbrechen gehört zum Leben. Schlimme Dinge passieren. Was wir in solchen Situationen brauchen ist echtes Mitgefühl und nicht Sprüche wie "Kopf hoch, das wird schon wieder!" Auch der Rat "Mach einfach weiter, wie nichts gewesen wäre" ist wenig hilfreich. Leider vermittelt der schweizerische Fussballverband durch den Herrn Lämmli genau diese Botschaft.

Es würde auch anders gehen. Man kann in wenigen Worten echtes Mitgefühl ausdrücken. Mit diesen Worten würde man auch Menschen in ähnlichen Situationen Hoffnung geben. Dazu braucht es aber Ehrlichkeit und die Fähigkeit zwischen einem Fussballturnier und dem Ernst des Lebens zu unterscheiden. 

 


2008-06-06

Der letzte Sinn

Von PK @ 08:06 [ Bergpredigt ]
Die letzten Tage und Stunden in einem Menschenleben sind Erntezeit. Das wirklich Wichtige steht im Zentrum. Es ist oft noch Zeit zum Klären, Vergeben und Abschiednehmen. Der Sterbeprozess kann auch die Wahrnehmung öffnen. Begegnungen mit Engeln sind möglich. Und nicht wenige schliessen in dieser Zeit noch Frieden mit ihrer Lebensgeschichte und mit Gott. Wer vorher aussteigt, verpasst vielleicht das Wesentliche.

2008-06-05

Dignitas versus Palliative Care

Von PK @ 09:28 [ Bergpredigt ]

Sterben ist in den meisten Fällen ein langsamer, schmerzhafter und beängstigender Prozess. Wer einen Sterbenden begleitet, will helfen, lindern und ein Stück Hoffnung teilen. Es gibt zwei Ansätze, wie das Sterben erleichtert werden soll.

Der eine Weg ist der, den Sterbehilfeorganisationen wie Dignitas oder Exit gehen. Sterbenden Menschen wird eine Methode erklärt und zugänglich gemacht, mit der sie möglichst rasch und schmerzlos ihrem Leben ein Ende setzen können.

Der andere Weg ist der der palliativen Pflege. Das Ziel ist es, sterbende Menschen bis zum Ende zu begleiten und ihr Leiden zu lindern. Auf lebensverlängernde Massnahmen wird verzichtet, aber durch engagierte Pflege und fachkundigen Einsatz von Medikamenten werden Schmerzen genommen und Ängste (z.B. Erstickungsnot) verhindert.

 


2008-06-04

Das volle Leben

Von PK @ 12:20 [ Bergpredigt ]

Ich betrachte mein Leben als ein Geschenk Gottes. Es ist eine Reise mit Sinn, weil Gott seinen Weg mit mir geht. Zu dieser Reise gehören aber nicht nur die Höhepunkte. Ich glaube, dass ich auch in schwierigen und schmerzhaften Zeiten von Gott getragen bin. Mein Leben ist wertvoll - und das in der ganzen Bandbreite von möglichen Erfahrungen. Glück, Liebe und Frieden gehören ebenso zum vollen Leben wie der Streit, Schmerzen und Stunden der Hoffnungslosigkeit. Das Leben lohnt sich gelebt zu werden - in seiner ganzen Fülle!

Ich verstehe, dass Menschen in schwierigsten Lebenssituationen den Lebensmut verlieren und einen schnellen Ausstieg aus dem Leben wünschen. Und ich mache niemandem einen Vorwurf, der in den finstersten Nächten der Seele falsche Entscheidungen trifft. Trotzdem halte ich daran fest: Es lohnt sich zu leben - in jedem Fall!


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