2009-03-26

Jesus would go!

Von PK @ 10:18 [ Bergpredigt ]

Jesus im Garten Gethsemane: Es ist der Abend, an dem er gefangen genommen, geschlagen, verletzt und gedemütigt wird. Jetzt ist noch Gelegenheit zur Flucht. Der Garten liegt ausserhalb der Stadtmauer und mehrere Wege führen von dort weg. Jesus sieht das Unheil kommen. Er checkt seine Optionen: Wegrennen und seine Haut retten, oder der Angst ins Auge sehen und seinen Auftrag ausführen.

Was hättest du getan?


2009-03-24

Eddie und das Licht der Welt

Von PK @ 10:02 [ Bergpredigt ]

Was hat Eddie Aikau mit der Bergpredigt und dem Licht der Welt zu tun? Im Redefluss von Jesus in der Bergpredigt steckt eine Überraschung, die mir lange nicht aufgefallen ist. Die Seligpreisungen enden mit einer düsteren Aussicht. Jesus spricht davon, dass seine Nachfolger wegen ihres Glaubens Unterdrückung und Verfolgung erwartet. Logisch wäre, wenn Jesus nun anschliessend den Jüngern erklären würde, wie sie sich vor diesen Gefahren schützen können. Ich erwarte Worte wie: Baut euch Bunker, produziert gefälschte Pässe und fallt ja nicht auf!

Jesus tickt anders. Angesichts der drohenden Verfolgung sagt er: "Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt. Eine Stadt, die hoch auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet ja auch keine Öllampe an und stellt sie unter einen Eimer. Im Gegenteil: Man stellt sie so auf, dass sie allen im Haus Licht gibt." (Matthäus 5.14)

Hier sehe ich den Spirit von Eddie Aikau. Die Wellen sind hoch, die See ist gefährlich und die Distanz zur nächsten Insel ist 19 km. Wenn man diesen Gefahren ins Auge blickt, fällt es leicht den Mut zu verlieren. Eddie checkte seine Optionen: Sich ängstlich ans gekenterte Boot klammern, oder in die Wellen paddeln um Hilfe zu holen.

Was hättest du getan?


2009-03-17

Eddie would go!

Von PK @ 12:28 [ Aktuell: ]

Es kommt nicht alle Jahre vor, dass sich die Wellen vor Hawaii bis zu 10 Metern Höhe aufbäumen. In den letzen 23 Jahren war das nur sieben Mal der Fall. Wenn es soweit ist, findet der extremste Surfer-Wettbewerb der Welt statt: Der Eddie.

Der Namenspatron dieses Surferwettbewerbs ist Eddie Aikau. Seine Geschichte ist die des grössten Opfers. Eddie war Rettungsschwimmer am Strand von Waimea, nördlich von Honolulu. 1971 erhielt er für seine Leistungen die Auszeichnung: "Lebensretter des Jahres". In seiner Freizeit war er leidenschaftlicher Surfer, der bekannt dafür war, sich selbst bei den gefährlichsten Bedingungen in die Wellen zu wagen.

Eddie Aikau

 

1978 nahm Eddie an einer Forschungsreise teil. Es ging darum mit nachgebauten historischen Booten die polynesische Einwanderung nach Hawaii zu erforschen. Eddie begleitete solch ein Boot als Rettungsschwimmer. Der Start am 16. März 1978 verlief glatt. Doch schon bald schlug das Bott leck. 19 km südlich der Insel Molokai kenterte das Boot. Die Mannschaft konnte sich am Boot festhalten, aber es war manöverierunfähig. In dieser Situation entschloss sich Eddie Hilfe zu holen. Er paddelte mit seinem Surfbrett davon. 19 km offene See lagen vor ihm. Eddie schaffte es nicht und blieb verschollen. Seine Crew hingegen wurde später durch die Küstenwache gerettet.

Als Überschrift der Tafel zum Gedenken an Eddies Opfer steht der Text aus Johannes 15: "Die grösste Liebe beweist der, der sein Leben für die Freunde hingibt."

 

 

 


2009-03-08

Erloschen?

Von PK @ 16:07 [ Bergpredigt ]

Ein Grund, warum ich gerne mit Jugendlichen zusammenarbeite, ist ihre Begeisterungsfähigkeit. Sei es für ein Hobby, einen Sportclub, oder auch nur eine Band - junge Menschen haben die Fähigkeit Feuer zu fangen. Da gehen ganze Ersparnisse für den Flug zu einem Konzert des Lieblingsmusikers drauf. Oder da wird nächtelang der Schuss aufs Tor geübt. Und manche essen nur noch Reiswaffeln um sich ein neues Tuningteil fürs Auto leisten zu können. 

Mir scheint es, dass diese Begeisterungsfähigkeit mit zunehmendem Alter erlöscht. Jede gute Idee wird von drei Bedenken begleitet. Und was nach Risiko riecht, lässt man besser bleiben. Mag sein, dass schlechte Erfahrungen einen bremsen. Oder dass das Verantwortungsgefühl einen davon abhält, alles auf eine Karte zu setzen. Das Resultat sind erloschene Herzen, die ihre Fähigkeit zu brennen aufgegeben haben.

Was ist schlimmer:

Für die falsche Sache zu brennen?

Oder überhaupt nicht zu brennen?


2009-03-07

Brennst du?

Von PK @ 15:33 [ Bergpredigt ]
Gleich nach den Seligpreisungen vergleicht Jesus seine Jünger mit Salz und Licht. Der Vergleich mit dem Licht ist mir in der letzten Zeit nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Das Leben soll ein Leuchten sein! Kein Abwarten, kein Durchhalten, kein Erdulden, keine Halbherzigkeiten, kein Ferngesteuertwerden, kein Mitmachen, kein Schnauze halten und kein ist mir so was von egal. Brennen ist anders! Brennen ist Einsatz zeigen, begeistert sein, anstecken, Initiative ergreifen, aufstehen, anpacken, Mut haben, die Extrameile gehen und dazu lächeln. Brennst du?