2009-11-26

Helfen ohne Druck

Von PK @ 11:04 [ Bergpredigt ]

Die Bergpredigt ist die Dienstanweisung von Jesus. In den Bibelversen vor der Predigt ist notiert, wie die Menschen die Hilfe von Jesus in Anspruch nehmen. Aus den umliegenden Städten und Gebieten kamen sie in Scharen. Menschen mit Krankheiten, Sorgen und der Hoffnung auf ein gutes Wort. Im Blick auf diese Flut von Notsituationen nimmt Jesus seine Jünger zusammen und motiviert sie zur Mitarbeit. Jesus will mit der Bergpredigt seine Nachfolger für den Dienst an Menschen vorbereiten. Er will nicht, dass seine Jünger als überhebliche Supermänner auftreten. Deswegen lehrt er sie in seiner Predigt den rechten Blick auf die eigenen Schwächen. Demut und liebevolle Zurückhaltung müssen sie auszeichnen, wenn sie eine echte Hilfe sein wollen. Aus dieser Sicht erhält der Vers sechs im siebten Kapitel des Matthäusevangeliums einen Sinn: "Werft, was heilig ist, nicht vor die Hunde! Sie werden euch angreifen und in Stücke reißen. Und werft eure Perlen nicht vor die Säue! Sie werden die Perlen nur zertreten!"

Stellen wir uns die Situation der vorangegangenen Verse bildlich vor. Jemand hat mit der Hilfe Gottes den Balken in seinem eigenen Auge erkannt und ist daran ihn zu entfernen. Nun sieht er den Splitter im Auge des Nächsten. Da er befreit ist, im zu helfen macht er sich nun vorsichtig an das empfindliche Organ. Er muss dabei unterscheiden zwischen dem Guten (dem Auge) und dem Bösen (dem Splitter). Das Böse muss raus, das Gute braucht Liebe und Ermutigung. Diese Operation ist nicht leicht. Und es darf keine Gewalt angewendet werden. Es wird nicht in jedem Fall gelingen. Wer helfen will erfährt eben auch Zurückweisung. Jesus lehrt uns, dies zu akzeptieren. Auch wenn wir von unserer Hilfeleistung noch so überzeugt sind - wenn wir sie als "heilig" oder als "Perle" anschauen. Es wird Menschen geben, die damit nichts anfangen können.


2009-11-11

Helfen ist schwierig

Von PK @ 13:54 [ Bergpredigt ]

Weltverbesserer sind schwer zu ertragen. Sie haben Tipps und Tricks auf Lager, wie mein Leben schöner, heller und glatter verlaufen würde. Da mag ich nicht zuhören. Ich lasse mir überhaupt nicht gerne helfen. Und das ist gut so. Diese mündige Haltung macht den gesunden erwachsenen Menschen aus.

Jesus wollte mit seiner Bergpredigt aus seinen Jüngern keine Besserwisser machen. Wer die Welt echt verändern will, kommt mit dem schulmeisterlichen Belehrton nicht weit. Darum wählt er im Abschnitt nach dem "Unser Vater"- Gebet folgende Worte, um das seinen Zuhörern klar zu machen: "Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?" (Mattäus 7.3)

Wer anderen Menschen helfen will, muss zuerst im eigenen Leben aufräumen. Jeder Stolz, jede Überheblichkeit und Besserwisserei muss zuerst im eigenen Herzen ausgerottet sein. Solange mein Hilfsangebot die eigene Eitelkeit pflegt, wird es beim Gegenüber nichts erreichen. Darum: Echte Hilfe geschieht nur aus der Haltung der Demut. Nur wer der Finsternis im eigenen Herzen ins Auge gesehen hat, ist geadelt um anderen Licht zu bringen. Oder etwas weniger philosophisch ausgedrückt: Die Bedingung einer jeden Hilfe ist die Bereitschaft, diese Hilfe zuerst selber in Anspruch zu nehmen. 


2009-11-06

Das Problem mit dem Vater

Von PK @ 14:31 [ Bergpredigt ]

"Gott" ist okay - solange er mir nicht zu nahe kommt. Dass Gott mein "Vater" sein soll geht unter die Haut. Ein Vater ist präsent und aktiv - er will an meinem Leben teilhaben. Es braucht  Mut sich auf einen nahen und persönlichen Gott einzulassen. Ein Gott, der sich einmischt, ist in manchem wohlgeordneten Leben nicht gefragt. Deshalb ist es wohl trendy über Gott als eine undefinierbare Schöpferkraft, als ein klingendes Urwummern oder als ein  intergalaktisches Flubbern zu sprechen. Hauptsache das Ding kommt mir nicht zu nahe!

Dabei steckt gerade im "Vater-sein" von Gott der entscheidende Unterschied. Statt blindem Zufall - liebende Absicht. Statt seelenslosem Universum - kraftvolles Mitgefühl. Statt leerem Kreisen - das volle Leben.

 

 


2009-10-23

Der spannende Gott

Von PK @ 15:00 [ Bergpredigt ]
Mit dem Widerspruch in der Anrede "Unser Vater im Himmel!" ist Jesus kein ärgerlicher Fehler unterlaufen. Die Sache ist durchdacht. Schon in den vorangehenden Versen baut Jesus das Thema auf. In Vers fünf und sechs sagt er, dass wir unsere Gebete persönlich und von Herzen an Gott richten sollen. Wir sprechen mit einem nahen Vater. In Vers sieben weist er uns an, Gott mit unseren Gebeten nicht zu manipulieren. Gott passt nicht in unsere Hosentasche, sondern ist eben auch "im Himmel". Diese Struktur von "nahe-fern" entdecke ich auch im Gebet selber. Die ersten drei Aussagen des Gebets beginnen mit "dein Name - dein Reich - dein Wille". Erst nachher kommen die Bitten mit "unser Brot - unsere Schuld - erlöse uns". Jesus stellt uns in der Bergpredigt also bewusst diesen unfassbaren Gott vor, der gleichzeitig nahe und fern ist. Er pflegt den Widerspruch in dem Sinne, dass er jedem Bild von Gott widerspricht. Gott ist nie nur so wie wir ihn uns vorstellen, sondern immer auch noch anders - grösser, lebendiger und spannender.

2009-10-22

Der Widerspruch im "Unser Vater"

Von PK @ 10:41 [ Bergpredigt ]

Das meistgesprochene Gebet der Christen ist neben "Oh, Mist!" und "Hilfe!" wohl das "Unser Vater", wie es Jesus in Matthäus 6 lehrt. Die wenigsten sind sich bewusst, dass sie mit der Anrede in der ersten Zeile einen unmöglichen Gott ansprechen. "Unser Vater im Himmel!" lautet der Text, der jedem Atheisten genügend Munition liefert um sich über die Gläubigen lustig zu machen. "Unser Vater" ist nahe, persönlich und menschlich. "Im Himmel!" ist unbegrenzt, erhaben und allmächtig. Beides zusammen geht nicht - oder?


2009-10-13

Beten ohne Publikum

Von PK @ 10:00 [ Bergpredigt ]

"Betet nicht wie die Heuchler! Sie beten gern in den Synagogen und an den Straßenecken, um gesehen zu werden. Ich sage euch: Diese Leute haben sich ihren Lohn schon selber ausbezahlt! Wenn du beten willst, geh in dein Zimmer, schließ die Tür hinter dir zu, und bete zu deinem Vater. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen." (Matthäus 6.5+6)

 

Beim Beten geht es nicht ums Publikum. Wer betet sucht nicht den Auftritt um seine eigene Frömmigkeit vor anderen zur Schau zu stellen. Es geht um Gott. Wer betet pflegt die Beziehung mit dem himmlischen Vater: Persönlich, echt und nahe.

Deswegen sind für mich die besten Gebete nicht die wohlformulierten und gut durchdachten, sondern die, die von Bedürftigkeit und Anhänglichkeit zu Gott zeugen. Gebete die von Herzen kommen sind Gebete, die im Herzen gesprochen werden. Darum hier die Anweisung von Jesus, dass wir zum Beten in ein Zimmmer gehen und die Tür hinter uns schliessen sollen. Die persönliche Beziehung zu Gott soll mein Gebet prägen und nicht die Zuhörer.

Bete zu Gott! Und lass die Anderen denken was sie wollen!

 

______

Bild: www.photocase.com

 

 


2009-09-17

Gott ist kein ferngesteuerter Hummer

Von PK @ 15:32 [ Bergpredigt ]

"Leiere nicht endlose Gebete herunter wie Leute, die Gott nicht kennen. Sie meinen, sie würden bei Gott etwas erreichen, wenn sie nur viele Worte machen." Matthäus 6.7

Dieser Vers stammt aus dem Abschnitt, in dem Jesus in der Bergpredigt übers Beten spricht. Dabei geht es ihm nicht um die Menge der Worte, sondern um die Motivation. Falsch ist, wenn hinter meinen langen Gebeten die Absicht steckt, Gott zu manipulieren. Die Gebetstechnik wird zur Fernsteuerung mit der ich Gott nach meinem Willen tanzen lassen kann. Mit Gott kann ich nicht so umgehen wie zum Beispiel James Brighton mit seinem Hummer H3. Er hat diesen schweren Geländewagen mit 247 PS und einem Hubraum von 3,7 Liter so umgebaut, dass er ihn mit einer handlichen Fernsteuerung durchs Gelände jagen kann. 40% Steigung und 60cm tiefe Wassergräben sind für dieses Fahrzeug keine Schwierigkeit. Einen Hummer fernzusteuern ist offenbar kein Problem - Gott fernzusteuern hingegen schon.

Für das Video vom ferngesteuerten Hummer bitte hier klicken.

 


2009-09-09

Lobpreis am Morgen: Koboldmaki

Von PK @ 09:45 [ Bergpredigt ]
Frühmorgens zwitschern die Vögel. Warum tun die das? Und warum nur am frühen Morgen? Manche sagen, dass das mit dem Abgrenzen des eigenen Reviers zu tun habe. Andere sagen, dass sie das nur am Morgen tun, weil sie später viel zu viel zu tun haben mit Futter suchen, Nest bauen, Junge füttern und ihnen das Fliegen beibringen. Und eigentlich sei das Gezwitscher auch kein Gesang, sondern das Diskutieren über Erziehungsfragen und Lebensprobleme. Mag sein. Ich glaube, dass die Vögel zwitschern, weil sie sich über den neuen Tag freuen und dass ihr Zwitschern auch ein Danklied an den Schöpfer ist.

Wenn wir nicht hier, sondern in Sumatra, Borneo oder den Philippinen erwachen würden, dann könnten wir neben dem Vogelgezwitscher am frühen Morgen auch noch das Gesangsduett der Koboldmakis hören. 

 

Koboldmakis werden nur ungefähr 10-15 cm gross, haben aber einen Schwanz von 13-28cm Länge. Ihre Augen sind enorm gross. Im Verhältnis zur Körpergrösse haben die Koboldmakis die grössten Augen aller Säugetiere. Ein einzelner Augapfel ist grösser als das ganze Gehirn dieses Tieres. Ebenfalls auffällig sind die langen Beine und Hände. Tagsüber klammern sie sich an einem dünnen Ast fest und schlafen. In der Nacht werden sie aktiv. Sie können sehr gut klettern und mit ihren starken Hinterbeinen Sprünge von bis zu fünf Metern machen. Auf die grösse eine Menschen umgerechnet wäre es dasselbe, wie wenn ein elf jähriges Kind bei den Petronas Towers in Kuala Lumpur vom einen Turm zum anderen springen könnte. In der Luft steuern sie mit ihrem Schwanz und landen präzise an einem weiteren dünnen Ast. Während des Fluges sind sie sogar in der Lage ihre Beutetiere aus der Luft zu fangen: Falter, Käfer und andere Insekten. Manchmal erwischen sie auch eine Fledermaus oder einen Vogel. Einige Koboldmaki-Arten haben eine ganz besondere Eiganart: Sie singen Duett! Frühmorgens stimmen sie Paarweise ihre Gesänge an. Meistens beginnt das Weibchen und dann stimmt das Männchen in das Lied ein. Die Kinder machen ebenfalls mit und die ganze Familie zieht sich singend auf ihre Schlafplätze für den Tag zurück.

Diese Koboldmakis sind sehr lustige Tiere. Stellen wir uns Menschen vor, deren Augen grösser als das Hirn ist. Die Augen austauschen möchte ich deswegen lieber nicht. Aber das mit dem Gesangsduett am Morgen hat mir imponiert. Bei den Makis ist es ein Schlaflied. Egal ob ich mein Loblied vor dem zu Bett gehen, oder kurz nach dem Aufstehen singe: Das Wichtige dabei ist, dass es ein ehrlicher Ausdruck von Freude und ein Lob an Gott ist, der mich und auch die Koboldmakis geschaffen hat. Gerade so wie es im Psalm 92 beschrieben ist: „Wie gut ist es, dir, Herr, zu danken und dich, du höchster Gott, zu besingen, schon früh am Morgen deine Gnade zu loben und noch in der Nacht deine Treue zu preisen.“

 

_______________________

Bild: commons.wikimedia.org

Gesangsbeispiel: zum Hören hier klicken


2009-08-08

Das hässlichste Tier

Von PK @ 08:53 [ Bergpredigt ]

Wir Menschen beurteilen andere gerne nach dem Äusseren. Wichtig ist die Schönheit, die gekämmten Haare und die guten Kleider. Wenn es bei Tieren einen Schönheitswettbewerb geben würde, dann bin ich nicht sicher, wer den gewinnen würde: Vielleicht das Pferd - oder doch der Delfin. Es würde ein harter Kampf um den ersten Platz.

Beim letzten Platz hingegen bin ich mir sicher. Es gibt ein Tier, das mit Abstand das hässlichste ist. Es ist der Nacktmull.

 

Diese Tiere sehen wirklich hässlich aus. Sie haben spärlich Haare, kaum Augen und Ohren, eine Schlabberhaut und hervorstehende Zähne. Der Nacktmull ist etwa so gross wie eine Ratte und kommt in Halbwüsten in Ostafrika vor. Er lebt in unterirdischen Gangsystemen und verfügt über ein paar ganz aussergewöhnliche Fähigkeiten. Seine einzelnen langen Haare dienen ihm zum Tasten und sich orientieren. Er kann genau so schnell vorwärts wie auch rückwärts durch die Gänge laufen. So ein Rückwärtsgang hat sonst kaum ein Tier! Speziell ist ebenfalls, dass er enorm starke Kaumuskeln hat. Diese Muskeln machen einen Viertel der gesamten Muskelmasse aus. 

 

Seine Nagezähne braucht er nicht nur zum Essen, sondern vor allem als Baggerschaufeln. So kann er sich auch durch harte Böden arbeiten und seine Gänge graben. Spannend ist, dass er eine besondere Hautfalte hat, die sich beim Baggern über den Mund legt, damit er keinen Dreck verschluckt. Die Zähne wachsen übrigens lebenslang laufend nach. Ein aussergewöhnliches Tier – oder?

Und es gibt noch zwei Besonderheiten mehr, die unter allen Säugetieren auf der Welt nirgends zu finden sind. Zum einen ist es seine Schmerzunempfindlichkeit. Nacktmulle reagieren überhaupt nicht auf Verletzungen. Die Schmerzsensoren sind zwar da, aber offenbar wird nichts ans Hirn weitergeleitet, oder die Informationen können nicht verarbeitet werden. Das andere, was unter Säugetieren einmalig ist, ist die Tatsache, dass die Nacktmulle einen Staat bilden. Ähnlich wie Bienen oder Ameisen gibt es bei ihnen eine Königin, die als einzige Junge Nacktmulle gebärt. Für alle anderen gibt es eine klare Aufgabenteilung nach Lebensalter. Die Jungen helfen bei der Babypflege mit. Die Mittelalterlichen graben die Gänge und transportieren das gefundene Futter und die älteren und grösseren Tiere bewachen die Ausgänge damit keine Feinde, wie zum Beispiel Schlangen, in den Bau kommen. Solche Nackmull-Kolonien bestehen manchmal aus mehreren hundert Tieren, die alle fürs gemeinsame Überleben zusammenarbeiten.

Von Aussen gesehen sind die Nacktmulle wirklich hässlich. Wer von uns möchte schon so einen als Haustier! Aber wer meint, dass dieses hässliche Tier deswegen weniger Wert ist als andere, täuscht sich mächtig. Es hat Fähigkeiten mit denen es alle anderen in den Schatten stellt. Da können wir doch etwas Wichtiges Lernen. Wir Menschen beurteilen einander so oft nach der äusseren Erscheinung und vergessen dabei, dass das nur die Oberfläche ist. Die Haarfarbe sagt zum Beispiel noch gar nichts darüber aus, ob die Person ein guter Freund ist und ob sie ein Geheimnis behalten kann. Der erste Eindruck kann täuschen. Darum ist es gut, wenn wir uns die Worte zu Herzen nehmen, die Gott im ersten Samuelbuch zu Samuel gesagt hat: „Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.“

 

______________

Bilder: commons.wikimedia.org

Bibeltext: 1. Samuel 16.7 (HFA)

 


2009-07-28

Gottes Bijouterie

Von PK @ 16:37 [ Bergpredigt ]

Erinnerst du dich an deinen letzten Besuch in einer Bijouterie, einem Geschäft in dem der schönste und teuerste Schmuck verkauft wird. Meistens sind es ganz kleine Stücke, die sehr, sehr teuer sind. Goldringe mit Diamanten oder Halsketten mit Südseeperlen, oder wie hier die Halskette, die Kate Winslet im Film Titanic getragen hat: Das „Heart of the Ocean“.

 

Die kostbaren Schmuckstücke in Bijouterien sind immer super beleuchtet und auf schönen Stoffen präsentiert. Damit sie nicht gestohlen werden hat es einbruchsichere Fenster und manchmal sogar einen Wachmann neben der Türe.

Gott hat auch eine Bijouterie. Er hat eine Reihe von ganz besonders hübschen Tieren geschaffen. Sind diese Schmuckstücke auch hinter Panzerglas? Werden sie auch von einem Wachmann bewacht? Nein, sie schwimmen ganz frei in den Korallenriffen des Ozeans herum. Es sind die echten „Hearts of the Ocean“. Hier ein paar Beispiele:

 

Auf dem Bild oben sind eine Auswahl von Unterwasser-Nacktschnecken zu sehen. Aber auch einige Fische sind ganz hübsch, zum Beispiel der Mandarin-Fisch:

 

Besondere Schmuckstücke sind die Zwergseepferdchen (1.3-1.5 cm):

 

Spannend bei den Seepferdchen ist, dass wenn sie Babys bekommen nicht die Mama, sondern der Papa den dicken Bauch bekommt. Das geht so, dass die weiblichen Seepferdchen nach einem schönen Paarungstanz, ihre Eier den männlichen in eine Hauttasche am Bauch hineingeben. Dort werden sie mit den Spermien des Männchens befruchtet und verwachsen so mit der Bauchhaut, dass sie sogar vom Papa mit Nährstoffen versorgt werden. Wenn sie gross genug zum Schlüpfen sind, dann verlassen sie die Bauchtasche und sind selbständig. Diese kleinen Schmuckstücke sind dann nur ein paar wenige Millimeter gross – und wunderschön! 

Wenn das Sonnenlicht durch die Meeresoberfläche gedämpft auf die bunten Korallen trifft und so ein Mini-Schmuckseepferdchen fröhlich darin herumtanzt, dann stellt das jede Bijouterie auf dieser Welt in den Schatten. Nichts was von Menschen geschaffen wird ist so schön wie auch nur diese kleinsten Seepferdchen, die ganz unbeachtet im Ozean schwimmen. 

Gottes Bijouterie ist überwältigend schön. Grossartig ist alles, was er geschaffen hat. Die Natur ist voller Wunderwerke. Ist das nicht Grund genug, Gott zu preisen und ihm herzlich für diesen wunderschönen Ort zu danken, den wir Erde nennen!

 

______________________ 

Zum Thema:

O Herr, welch unermessliche Vielfalt zeigen deine Werke! Sie alle sind Zeugen deiner Weisheit, die ganze Erde ist voll von deinen Geschöpfen. Da ist das Meer - so unendlich groß und weit, unzählbar sind die Tiere darin, große wie kleine.

Psalm 104, 24 + 25

 

 

Die Bilder sind von:

www.flickr.com: Stephen Childs (Unterwasser) und Ben Sutherland (Heart of the Ocean)


Posts  1 - 10 /394